ARBEIT AN DER HAND

MIT DEM PFERD AUF AUGENHÖHE

hand1

Die Handarbeit ist ein wichtiger Grundpfeiler der Gymnastizierung. Der Mensch befindet sich neben dem Pferd und begleitet es in den Übungen. Ohne das zusätzliche Gewicht auf dem Rücken kann so jedes Pferd sein volles Potential ausschöpfen.

Die Geschmeidigkeit und die Beweglichkeit wachsen mit jeder Lektion. Die Kommunikation von Mensch und Pferd kann auf der gleichen Ebene stattfinden, ist verständlicher und daher für den Vierbeiner leichter nachzuvollziehen.

Nicht nur junge und rekonvaleszente Pferde können davon profitieren, die Handarbeit eignet sich für Pferde aller Ausbildungsstufen.

Fast jede Lektion kann erarbeitet oder verbessert werden. Die Bewegungsabläufe werden den Pferden in aller Ruhe und Gelassenheit, Schritt für Schritt, bewusst gemacht. Das Pferd hat Zeit "in sich" zu gehen, seinen Körper zu spüren und ein Verständnis für die korrekte Balance zu erlangen. Wenn das Pferd die Übungen schon kennt, lassen sich diese im Sattel wesentlich einfacher erarbeiten.

Eine Grundvoraussetzung für diese Arbeit ist das Vertrauen des Pferdes. Dieses darf weder ausgenützt noch verletzt werden. Zorn, falscher Ehrgeiz und Machtbestreben haben sowohl in der Handarbeit, wie auch beim Reiten, nichts verloren.

Wird sich das Pferd seiner ungeheuren Energie und Leichtigkeit bewusst, kann man schon nach einiger Zeit eine psychische Veränderung bei dem Pferd feststellen. Es wird die unwahrscheinliche Kraft, die in seiner Hinterhand liegt, spüren, nutzen wollen und daraus ein neues Selbstbewusstsein aufbauen. Ein stolzes, erhabenes Pferd, das Freude an der Arbeit hat.